Trari Trara, die Post war da!

antw1

Endlich: Der Verlag, der das gesamte Manuskript prüfen wollte, hat sich gemeldet. Das lange Warten hat nun ein Ende, dachte ich. Aber es war falsch gedacht. Denn das Warten hat sogleich einen neuen Anfang bekommen. Eine Zusage gab es nämlich keine. Absage kann man es aber auch nicht wirklich nennen. Vorerst. Die Verlegerin hat die Hälfte des Manuskripts gelesen. Es hat ihr gefallen. (Jippieh-Jei-Jei-Juhuuuuuuu!!!) Allerdings ist sie der Meinung, das Buch sollte aufgrund des Hauptthemas, nämlich der Integrationsproblematik, von einem österreichischen Verlag verlegt werden. Sonst könnte ein „merkwürdiger Beigeschmack“ entstehen.

Ich verstehe das. Allerdings war das genau der Grund, warum ich mein Hauptaugenmerk auf deutsche Verlage gerichtet habe. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass in Österreich viele Verlage vom Bundesministerium (ehemals für Unterricht, Kunst und Kultur) gefördert werden. Bitte korrigiert mich, liebe Verlagsexperten, sollte ich daneben liegen. Meine Chancen hier veröffentlicht zu werden, habe ich deshalb als sehr, sehr gering eingeschätzt.

Wie dem auch sei, alles ist noch nicht verloren. Nach einem kurzen Gedankenaustausch hat mir die Verlegerin versprochen, auch den Rest des Manuskriptes zu prüfen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass sie die zweite Hälfte meines Buches so in Staunen versetzt und damit jegliche Zweifel aus dem Weg geräumt sind. Drückt die Daumen, bitte!

Sollte die endgültige Antwort negativ ausfallen, habe ich mich noch nicht entschieden, wie ich weiter vorgehen werde. Ja, ich weiß, ich hätte immer noch diese Option mit der Post. Andere Leute geben Briefe auf.

antw2

Ich allerdings, ich gebe stattdessen lieber meinen Traum auf. Es fällt mir zunehmend schwer, nicht die Geduld zu verlieren, mich zu motivieren, mich nicht immer öfter zu fragen: „Wozu das alles?“ Obwohl ich gerade erst am Anfang stehe, vielleicht zehn, zwölf Verlage angeschrieben habe und immer noch auf acht bis zehn Antworten warte. Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ wurde vierundzwanzig Mal abgelehnt, bevor es sich über eine Million Mal verkauft hat. Und jetzt? Der Mann ist jetzt Dokumentarfilmemacher und kümmert sich um seine drei Söhne. Der Buchbranche hat er desillusioniert den Rücken gekehrt. Nicht, dass ich mein Werk mit „Schlafes Bruder“ vergleichen, oder gar messen will. Mitnichten. Aber einige Parallelen sehe ich doch. Filmen habe ich schon einmal gelernt, Söhne habe ich auch, und mit Johannes Elias Alder habe ich im Moment sowieso mehr gemein als mir lieb ist. Nicht die gelben Augen, aber die stets offenen.

Egal, wie es kommt. Ich glaube, ich kann ohnehin nicht mehr aufhören. Vorgestern Nacht nämlich, als ich wieder einmal wach gelegen bin, ist mir eine grandiose Idee für eine Kurzgeschichte gekommen. Und diese geniale Idee gilt es wahrscheinlich jetzt noch genialer umzusetzen. Oder, was meint ihr? Aufgeben? Post? Brief? Traum? Traum….Schlafen. Endlich mal wieder schlafen!

Alles über meine erfolgreiche Verlagssuche