Ich schäme mich für uns (Teil II)

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Liebes Österreich: Wer nicht helfen will, sollte mitfühlen!

So viel wurde schon darüber geschrieben, über die Asyldebatte. Eine Debatte, die eigentlich keine sein sollte. Die Frage „Helfen wir?“, sollte keine Frage sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Aber einen Gedanken will ich dem noch hinzufügen: Angst zu haben ist viel gefährlicher, als Menschen aufzunehmen, die Hilfe benötigen.

Oft wird geschrieben: Flüchtlinge kommen, weil sie sich hier ein besseres Leben erhoffen. Das stimmt nicht ganz, finde ich: Sie kommen hierher, weil sie ganz einfach ÜBERLEBEN wollen. Das ist ein sehr großer Unterschied. Es sind Familien, die in ihrer Heimat und auf dem Weg hierher unvorstellbar Schreckliches durchgemacht haben. Familien, die auseinandergerissen wurden. Es sind Menschen, die Angst haben, eben keine Hilfe zu bekommen. Angst haben zu sterben. Und wir fürchten uns vor ihnen?

Angst sollten wir erst haben, wenn wir ihnen und ihren Kindern Hilfe verwehren. Dann sollten wir uns so richtig fürchten. Nämlich vor uns selbst, vor dem skrupellosen Land, in dem wir leben. Das ist einfach nur UNMENSCHLICH. Und dann, ja erst dann sollten wir auch Angst haben vor den Flüchtlingen. Weil wir sie dadurch zwingen ihr eigenes Leben und vor allem das ihrer Kinder mit allen Mitteln zu schützen. Allerdings ist das einfach nur MENSCHLICH!

Haben wir keine Angst vor Menschen, die selbst Angst haben! Denn die Angst ist bekanntlich der größte Feind des Menschen.