Frau Superschlau. That’s me.

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Habt ihr meinen letzten Blogeintrag gesehen? Ja? Dann seid ihr bestimmt cleverer als ich. Denn was tut Frau Superschlau am 1. Jänner 2015? Löscht die Facebook-App von ihrem Handy. Um ein bisschen Ruhe zu haben, hat sie gesagt. Und um wieder mehr selbst zu leben, als andere leben zu sehen. Ausserdem ist das ein neuer Trend, heißt es. Wieder einmal. Öffentliche Netzwerke ade. Wir werden jetzt alle wieder privater. Ergo interessanter. Das wollen sie uns nämlich indirekt damit sagen. Glaube ich. Wer sich öffentlich darstellt, ist so spannend wie ein Buch, das offen daliegt und niemand liest. Ein Film, der in Dauerschleife im Hintergrund läuft, aber es nie zum Kopfkino schafft.

Deshalb renne ich doch lieber schnell mit. Mit der Masse. (So macht man sich interessant, stimmt’s?). Melde mich also hier ab, bin dort nicht mehr dabei und reinschauen tue ich erst recht nicht. So! Habe ich mir mal so beiläufig vorgenommen. Leider fatal. Ich hätte es doch besser wissen müssen. Habe mich selbst, mein Buchtagebuch, nicht sehr aufmerksam gelesen. Denn dann hätte ich ja gewusst, dass das den ultimativen sozialmedialen Supergau zu Folge haben wird.

2015

Was ist passiert? Das unvermeidliche. Ihr werdet es nicht glauben, sondern schon längst wissen: Ich habe mich auf Instagram angemeldet, überlege dem Twitter-Account wieder neues Leben einzuhauchen und selbst die Facebook-App auf dem Handy ist wieder da. Nicht durch Zauberhand. Sondern meine eigenen vertrauensunwürdigen Klebeln waren das. So viel zu dem Thema „Einschränken“. Ich darf das eben nicht.

Aber ich werde mir das jetzt zu Nutze machen und bei mir selbst umgekehrte Psychologie anwenden. So wie man es ganz fies bei kleinen Kindern macht und sich dabei mega schlau vorkommt, obwohl es eigentlich total erbärmlich ist. Da sind wir uns ja sicher alle einig. Denn mit „Räum das ja nicht auf, das ist viel zu gefährlich. Das dürfen nur die ganz großen Kinder.“ überlisten wir zwar gekonnt 3-Jährige. (Uuuuhhhh!) Aber ob das auch bei einer Frau in den Mitte-Dreißigern klappt? Übrigens mache ich mich an dieser Stelle bewusst ein wenig älter, um dadurch jünger zu wirken. Sag ich doch: Frau Superschlau.

Also ich nehme mir jetzt vor:

  1. Zuerst schreiben, dann denken.
  2. Zuerst posten, dann Fehler ausbessern.
  3. Nie, nie, nie wieder auf die Post gehen.

Ob ich schlauer bin, als ich selbst? Naja. Die Anzeichen sprechen jedenfalls dagegen. Denn ihr könnt euch bestimmt daran erinnern, dass ich geschrieben habe, dass ich mir nie Vorsätze mache. Und wohin hat mich das gebracht? Zu diesem Blogeintrag. Bravo!

Ein wunderbares neues Jahr euch allen!

Und bitte entschuldigt diese einfallslosen Blogfotos dieses Mal. Leider, ja leider habe ich mir vorgenommen, meinen Blog in Zukunft mit unglaublich kreativen, superschönen, ausstellungswürdigen Fotos zu bestücken. Hmpf.