Fortsetzung folgt…(war meine Lieblingssendung)

Ich war letzte Woche dabei sechs Gründe aufzuzählen, warum ich als Schriftstellerin eventuell gar nicht geeignet sein könnte. Nach „Zweitens“ habe ich mich mit meinem eigenen Blog recht dreist selbst unterbrochen. Hier ist jetzt die Fortsetzung:

 

Drittens: Ich kann mit Kritik eher mäßig umgehen. Das war schon immer so. Als SchriftstellerIN ist man aber permanenten Kritiken und -ern ausgesetzt. Ich fürchte ja schon um die Qualität und den Humorgehalt meiner Texte, wenn ich nur drei „Gefällt mir“ bekomme. Eigentlich sollte ich dringend an meinem Selbstbewusstsein arbeiten oder zumindest ein besseres vorgaukeln: „Ist mir scheiß egal, ob euch das gefällt, was ihr hier lest, oder eben nicht! Ist das klar?“

Viertens: Tick. Tick. Tick. Kaum habe ich meine Exposés abgeschickt, wurde das Warten auf eine Antwort schon zum Nervenkrieg. Den habe ich aber jetzt drei Wochen später gewonnen. Was geholfen hat, war mein gesunder Pessimismus. Auf die Rückgabe der Mathe-Schularbeit habe ich damals in der Schule liebend gern möglichst lange gewartet – von mir aus bis auf Godot – wenn mir das „Nicht genügend“ sicher war. So ähnlich ist es jetzt auch mit dem Warten auf Absagen. Oder Antworten, die möglicherweise nie kommen. So stirbt auch die Hoffnung nicht. War bei Mathe auch so.

Fünftens: Ich habe plötzlich Zweifel, was mein eigenes Buch betrifft. Will ich überhaupt, dass es jemand liest? Ist es für die Öffentlichkeit bestimmt? Meine Gedanken und Hirngespinnste sind ja dann quasi ein offenes Buch für alle. Das will ich eigentlich gar nicht.

Sechstens war das Drittens im Zweitens. (Kann bei Vergesslichkeit oder nachträglichem Interesse nachgelesen werden.)

Demnächst erkläre ich in meinem Blog, warum ich das Schreiben in den Genen habe. Denn es gibt schon eine Schriftstellerin in meiner Familie: Meine Tante Trude. Sie kommt ganz ohne Verlag, Blog und Facebookseite aus. Vielleicht hätte ich mir an ihr ein Beispiel nehmen sollen.

 

Alles über meine erfolgreiche verlagssuche gibt es hier.

 

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