Dummheit kann verkaufen.

 money

Im Leben geht es ja nur noch darum, wie man sich verkauft. Das wird auch jemand, der das Wort „money“ im Namen trägt wissen. Auch Rapper müssen ein Image pflegen. Den bösen Jungen raushängen lassen. Das können sie auch. Denn liebe Kuschel-Rapper gibt es nicht. Das passt nicht.

Worum geht es: Der österreichische Rapper Money Boy hat nach dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen eine Reihe dummer Sprüche losgelassen. Auf Twitter. (Ich werde sie nicht zitieren.)

Was passiert: Wer blöd postet wird gebasht. An den Pranger gestellt. Soziale Netzwerke sind gefährlich. Da verfolgt die Cyber-Polizei, Moral-Apostel heben den Zeigefinger und Anstandswauwaus beißen ins Wadel. Das Netz vergisst nicht so schnell. Mittlerweile ist dieses Phänomen keine Seltenheit mehr. Justine Sacco mit ihrem geschmacklosen und unüberlegten Witz über AIDS. Lindsey Stone mit ihrem „rebellischen“, sowie respektlosen Foto auf dem Nationalfriedhof Arlington. Auch Österreich hat schon längst seine Shitstorm-Schicksale zu beklagen. Gabriele Heinisch-Hosek, Elke Lichtenegger, Anna Netrebko. Und jetzt? Money Boy? Aber sein Fall ist ein anderer. Er ist Rapper. Er will hart sein. Tut zumindest so. Kein Rapper verkauft sich indem er Werbung für santes Toilettenpapier macht.

Ja, seine Sprüche waren dumm. So dumm, dass sie niemandem einfach so rausrutschen. Niemandem, der nur annähernd eine Ahnung hat, welch unbändige Kraft die Masse im Internet haben kann. Er ist ein Bub, der Geld machen will. Der Schlagzeilen braucht. Und wir? Wir fallen darauf rein.

 

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