Der Grund für eine schlaflose Nacht

 

 hände

Ich hatte eine schlaflose Nacht. Diesmal aber war es kein Kind, das meinen Schlaf gestört hat. Sondern Kritik, die ich mir zu Herzen genommen habe.

Und deshalb möchte ich etwas erklären. Nämlich meine Intention hinter dem Buch „Ratlos – Die Wahrheit über unsere Kinder“.

Meine Kinder sind einzigartig und das wunderbarste Geschenk, das ich in meinem Leben je bekommen habe. Ein Leben ohne sie, wäre für mich jetzt, nachdem ich diese wunderbearen kleinen Menschen kennenlernen durfte, ein wertloses. Mein Großer bringt mich täglich so sehr zum Lachen, dass ich Tränen in den Augen habe. Heute habe ich ihn gefragt, wie oft er noch schlafen muss, bis wir auf Urlaub fahren. Seine Antwort war „Dreißig komma drei Meter.“

Mein kleiner Sohn ist erst sieben Monate alt. Aber sein bezauberndes Lächeln, sein grundehrliches Babygekicher, seine unschuldigen, dunklen Augen, seine unermüdliche und rasante Entwicklung versetzen mich so sehr in Staunen, dass ich nicht fassen kann, wie schnell sich dieser kleine Wurm in mein Herz gebohrt hat.

Aber ich will mich und andere nicht belügen. Es ist eben nicht immer alles rosig. Kinder können sehr anstrengend sein und, wenn sie dir den Schlaf rauben fehlt bald die Energie, die du dringend brauchst, um immer geduldig, aufmerksam und fröhlich zu sein.

Ich rede sehr viel mit anderen Müttern, mit Vätern und über deren Leben mit ihren Kindern. Nur hinter vorgehaltener Hand schütten sie ihr Herz aus und erzählen, wie mühsam manche Tage sind, wie schwierig die Nächte, wie sehr Beziehungen zu kurz kommen, oder sogar leiden.

Mit meinem Buch, mit meinen Blogeinträgen (nicht alle betreffen das Elterndasein) möchte ich ihnen und mir Mut machen. Sagen, dass sie nicht alleine sind. Dass es anderen auch so geht. Auch wenn das einige gar nicht gern hören.

Mütter, Väter müssen im Umgang mit ihren Kindern nicht immer perfekt sein. Denn das geht gar nicht. Wir müssen auch gar nicht so einen hohen Anspruch an uns selbst stellen.

Auch, wenn das in unserer Gesellschaft verpönt ist, auch Mütter dürfen zugeben, dass es ihnen einmal nicht so gut geht, dass ihnen alles über den Kopf wächst. Ich gebe es zu, stehe dazu und hoffe dadurch mir selbst und euch da draussen ein bisschen Druck zu nehmen.

 

Wir müssen nicht heimlich und alleine leiden, wir können gemeinsam darüber lachen.