Archiv für den Monat: Mai 2015

Kinderquatsch(erei) #unstoppable

Quatsch2

L: Schau einmal, Mami. Ich habe einen Bart.

Ich: Aja. Das sind aber nur die Reste von deinem Frühstück.

L betrachtet mein Gesicht eingehend, während ich seines säubere.

L: Bekommst du auch einmal einen Bart?

Ich: Waaaaas? Nein! Sicher nicht. Frauen haben keinen Bart.

2 min später

Ich: Ähhhh. Also das stimmt eigentlich nicht. Auch Frauen können einen Bart haben. Conchita Wurst zum Beispiel hat einen sehr schönen Bart.

L: Haben Frauen rosa Bärte?

Ich entsetzt: Nein. Frauen können Bärte haben in jeder Farbe. Schwarz. Braun. Lila.

L: Und wer hat dann einen rosa Bart?

Ich: Ich weiß nicht. Du vielleicht, wenn du groß bist. Dann kannst du ihn ja rosa färben.

L: Ich will aber einen blauen haben. Oder einen roten.

Ich: Ok. Jeder darf, wie er will. Also ähhh. Jede darf Bart tragen, wie sie Bart tragen will. Oder so.

Es ist nicht immer einfach die eigenen Kinder möglichst weltoffen und frei von Vorurteilen zu erziehen. Aber ich tue echt mein Bestes.

Hier geht’s zur Nachlese:

Kinderquatsch(erei) Teil I

Kinderquatsch(erei) Teil II

Vom Glück und anderem Pech

glick

Vier grüne Matratzen haben wir bestellt. Zwei große und zwei kleine. Die Bestellung war abgeschickt. Die Ware unterwegs. Zu spät kam die Erkenntnis: Lediglich eine große Matratze und zwei kleine sind auf unserer Terrasse platzmäßig unterzubringen. Alles andere wäre unnötiger Matratzenüberschuss (first wold problems, I know). Na toll. Einen Tag später erhielt ich eine Nachricht vom Matratzenhersteller. Ein bestellter Artikel, nämlich eine große Matratze, musste storniert werden. Die Ware war nicht vorhanden. Der Betrag wurde bereits rücküberwiesen. Oft hast zwar a Pech, aber „He, selten so verdammtes Schwein gehabt“, dachte ich und machte grunzend vor Lachen Luftsprünge.

Ja schon klar, wenn ich mein Leben so objektiv wie möglich zu betrachten versuche, bin ich ein verdammter Glückspilz. Musste nie Hunger leiden (ausser einmal in Rom, aber das ist eine andere Geschichte), habe zwei gesunde, laut-quietschestlebendige Kinder. Wenn ich im Zelt schlafe dann freiwillig und nicht weil ich durch die Hölle gegangen bin und dringend Schutz brauche.

Aber eine Gustav Gänsin bin ich auch nicht gerade. Wenn auf einer 500ha großen Wiese irgendwo ein einziges Hundstrümmerl liegt, kann es gut sein, dass ausgerechnet ich in der Sch…. stehe. Ihr wisst was ich meine.

Man kann natürlich sagen, solche Missgeschicke seien selbst prophezeit. Aber ich glaube nunmal nicht an das in sich selbst abgeschlossene uneingeschränkte Glück. Ich glaube an Kehrseiten, an das Yin nach dem Yang. Sunshine after rain (btw. kennt ihr diesen großartigen Van Morrison Song: Steal my heart away Nein? Dann ändert das doch einfach per klickin‘). Wenn etwas süß duftet ist es garantiert schon irgendwo faul. Wenn es glänzt muss es nicht Gold sein, da ist wahrscheinlich nur eine Nacktschnecke drübergeschleimt. Auf die grüne Welle folgt der unfallbedingt Stau.

Dieses Mal aber nicht, dachte ich. Die Matratzensache hat sich von selbst erledigt. Juhu. Fein, fein. Hauptsache ich muss nicht auf die Post gehen, irgendetwas zurückschicken. Die glücklichen Tage vergingen. Voller Vorfreude auf die Lieferung der zwei kleinen, grünen Matratzen. Ich malte mir aus, wie das aussehen würde. Alles so grün. Und gestern. Ja, gestern kamen sie endlich an. Die zwei kleinen Matratzen. Eine grüne. Und die andere grüne Matratze, die nicht seltsamer-, sondern logischerweise rot war. Alles ist gut.

Thai Matratzen

Einen Tag ohne Kehrseite wünsche ich euch!