Archiv für den Monat: Dezember 2014

Heute schenke ich ein Stückchen Heimat

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Gestern in der Früh hatte ich wahrlich Großes vor. Warum nimmt Eichgraben Flüchtlinge auf? Ganz freiwillig. Und andere Gemeinden nicht? Da muss man doch etwas tun können? Ich sollte etwas tun, dachte ich gleich nach dem Aufstehen. Ich plante also Versammlungen im Geiste, formulierte Briefe an den Bürgermeister im Kopf, gründete in Gedanken Diskussionsplattformen. Was wurde daraus? Ich schrieb einen Blogeintrag über http://alina-rheindorf.at/meine-probleme-wollt-ihr-nicht-haben-wetten/

Danach habe ich mich richtig sch…. gefühlt. Dabei sollte ich doch glücklich sein. Ich habe alles, (abgesehen von zu wenig Schlaf. Jaja, ich werde nicht müde, euch immer wieder damit zu belästigen). Doch mein Problem sind die Anderen, die nichts haben.

Deshalb tue ich jetzt einfach mal etwas. Das ist ja das schwierigste überhaupt. Damit anzufangen. Sich zu entscheiden, was man tut. Wem man hilft. Sich aufzuraffen. Ich habe es ja im letzten Monat noch nicht einmal auf die Post geschafft, um meine Leseproben zu verschicken, wie ich es euch groß angekündigt habe. Aber das ist jetzt unwichtig. Denn heute habe ich zumindest etwas Kleines vor. Ich packe eifrig Sachen für das kleine Mädchen in der Eichgrabner Flüchtlingsherberge. Und ich werde mein altes Smartphone mitnehmen. Und geben. Ihr denkt jetzt sicher, ich gebe nur, damit ich mich besser fühle. Und hinausposaunen tut sie es auch noch. Muss gleich der ganzen Welt davon berichten, wenn sie Gutes tut. Vielleicht ist das so. Aber ehrlich: Das ist doch schnurzpiepegal. Wer auch immer das Smartphone bekommt, dem ist das doch schnuppe. So ist allen geholfen. Ist das nicht der Sinn des Schenkens überhaupt? Allen ein bisschen Freude zu machen.

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Und allen Neidern und Geizis da draussen, die denken, dass ein Smartphone für Flüchtlinge unnötiger Luxus ist, halte ich dagegen: Du hast damit die Möglichkeit Menschen, die alles verloren haben, ein Stückchen Heimat zurückzugeben. Dadurch können sie Kontakt aufnehmen, mit Menschen, die sie verloren haben, denen sie eigentlich jetzt nahe sein sollten. Gerade jetzt.

Für mich ist dieses Schreiben die Verpflichtung es wirklich zu tun. Heute noch!

 

Wer es mir gleichtun möchte:

Sachen können hier abgegeben werden:

Die Kleidung kann man bei Frau Maria Salazar (Paukhofstraße 50) in der Garage (immer offen) abgestellt werden.

Weitere Infos, was genau benötigt wird:

https://de-de.facebook.com/eichgrabenvonunten

 

Wer für das Projekt Geld spenden möchte:

Sozialfonds der Marktgemeinde Eichgraben
IBAN: AT51 20219 01900010941

Verwendungszweck: 

Flüchtlingshilfe“ – zur Unterstützung der in Eichgraben untergebrachten Flüchtlinge

 

Der Moment, wenn…..

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Das Problem mit diesen „Der Moment, wenn…“-Sätzen ist ja, dass sie meist nur in dem Moment witzig sind, in denen sie erlebt werden. Und oft auch nur für die, die dabei sind. Beim Leser tritt meist nur der „Ahaund?“-Effekt ein. Deshalb habe ich bisher meinen Drang unterdrückt, solche Sätze aufzuschreiben und zu teilen. Doch ich spüre, jetzt ist der richtige Moment für meine Moment-Sätze gekommen. Lest und lacht! Wer lacht, der liked. Wer denkt „Ahaund?“ darf seinen eigenen Moment-Satz posten.

Der Moment, wenn du den Moment genießen willst, es aber nicht getan hast, weil du dir gedacht hast, dass du doch den Moment genießen solltest, anstatt ihn wirklich genossen zu haben.

Der Moment, wenn dein Moment endlich gekommen ist, du aber schon längst wieder weg bist.

Der Moment, wenn der Moment der Wahrheit da ist, du aber Pflicht gewählt hast.

Der Moment, wenn du draufkommst, dass du eigentlich tausend wichtigere Dinge zu tun hast, als diese schwachsinnigen Moment-Sätze zu lesen. (Jetzt?)

Der Moment, wenn du aber trotzdem weiterliest. (Wieder jetzt!)

Der Moment, wenn du überlegst, ob ein Moment nicht eigentlich schon zwei Momente sind, nämlich der Mo- und der -ment.

Der Moment, wenn du einen Moment-Satz schreiben wolltest, aber nicht konntest, weil du in dem Moment den richtigen Moment verpasst hast.

Der Moment, wenn du den Moment lebst und der Moment plötzlich vorbei ist. (Hoffentlich nicht jetzt.)

Der Moment, wenn du entdeckst, dass es eine eigene „Dieser Moment“-Seite gibt und du merkst, dass deren Sprüche nicht halb so toll sind wie deine und du deshalb in Erwägung ziehst, eine eigene „Der Moment“-Seite zu gründen, die Idee aber wieder verwirfst, weil dir klar wird, dass andere deine Moment-Sätze möglicherweise genauso unlustig finden, wie du die Moment-Sprüche auf der offiziellen Moment-Seite.

Der Moment, wenn ihr alle meine Seite schließt und die Moment-Seite öffnet. (Halt. Jetzt noch nicht. Erst fertig lesen bitte.)

Der Moment, wenn du schon 24 „Der Moment“-Sätze geschrieben hast und überlegst, ob es nicht eigentlich „Das Moment“ heißt.

Der Moment, wenn du dir denkst, niemals waren das jetzt schon 24 Moment-Sätze und beginnst nachzuzählen.

Der Moment, wenn dir die Moment-Sätze langsam ausgehen. (Jetzt!)

Der Moment, wenn du jetzt nur noch den Moment-Sätze-Beitrag bebildern musst und nicht weißt, wie du einen Moment fotografieren kannst ohne ihn zu verpassen, wenn du erst die Kamera holen musst. Deshalb siehe Titelfoto (Mama engl. Mom. Ente – e.)

Jetzt: Der Moment, wenn du das Titelfoto suchst.