Archiv für den Monat: Dezember 2014

Jahresrückblog

9 Gründe, warum Bloggen voll blöd ist. (Und ein einziger Grund, warum ich es trotzdem tue.)

Beim Bloggen fühle ich mich manchmal wie eine Bordsteinschreiberin

Beim Bloggen fühle ich mich manchmal wie eine Bordsteinschreiberin

Hast du dich schon einmal gefragt, warum zum Teufel gerade ich einen Blog habe? Ich habe mich das auch schon sehr oft gefragt. Wir haben uns diese Frage zu Recht gestellt. Hier finden wir die Antwort.

Bloggen, das ist ja eigentlich eine Tätigkeit einer scheinbar selbstverliebten Spezies. Selbstverliebt deshalb, weil Blogger sich selbst und ihre Worte für so unentbehrlich halten, dass sie sie mit dem (oder zumindest einem kleinem Rest) der Welt teilen müssen. Aber eben nur scheinbar. Scheinbar deshalb, weil die meisten Blogger gar nicht selbstverliebt sind. Glaube ich zumindest. Ich nämlich. Ich halte meinen Blog für sehr entbehrlich. Es ist ein Blog, den die Welt eigentlich gar nicht braucht. Und ich glaube 99,9% aller Blogs sind eigentlich so gut wie unbrauchbar. Oder nicht? Habt ihr schon einmal einen Blog gelesen, der euch so beeindruckt hat, dass ihr ihn niemals wieder vergessen werdet? Ich selbst habe meine eigenen Blogeinträge schon wieder vergessen und verdrängt in dem Moment, wenn ich auf „Veröffentlichen“ gedrückt habe. Dann wechsle ich nämlich von der Bloggerin zur Marketingonlinemanagerin und buhle um „Gefällt mir“s. Aber nur zehn Minuten. Danach bin ich nämlich einfach nur wieder ICH.

Jetzt nach 9 Monaten Blogger- und Buhlerei ist es Zeit für ein Resümee. Ein paar der folgenden 9 Bloggerweisheiten hätte ich gerne gewusst, bevor ich damit angefangen habe. Denn dann gäb es „Alina schreibt“ vielleicht gar nicht. Und das wäre gar nicht schlimm. Denn ganz ehrlich: Das würde gar keinen Unterschied machen. Diese Aussage macht mich jetzt zur ehrlichsten Bloggerin der Welt, wird mir aber ziemliche Probleme mit meiner Marketingonlinemanagerin einbringen. Mal sehen, wer wen zuerst feuert.

 

  1. Als Blogger bist du ein kleines Medienunternehmen. Entscheidungsträger, Sklave und -ntreiber. All in one.
  2. Ist ein Eintrag fertig, fängt der Stress erst richtig an: Kommt kein „Like“, kein „Kommentar“ droht das scheinbar gar nicht mehr so selbstverliebte Bloggerherz zu brechen, die Bloggerwelt zusammenzubrechen.
  3. Bekommst du viele „Likes“ und Kommentare wirst du süchtig nach der Anerkennung. Die Ideen sprudeln und du arbeitest sofort an deinen nächsten neun Einträgen. 2 + 3 bedeuten in jedem Fall eines: Stress.
  4. Bloggen ist wie Tagebuch schreiben, und es dann der Welt präsentieren. Wer macht das denn freiwillig? Nur Menschen, die nichts zu verbergen haben. Und wer bitte liest schon gerne was von Menschen, die nichts zu verbergen haben…..deshalb sind 99,9% aller Blogs entbehrlich.
  5. Es gibt mittlerweile mehr Blogger als Leser. Auf sieben Blogger kommen zwei Leser, gefühlt. Die Konkurrenz schläft nicht. (Aber ich ja auch nicht)bloggi
  6. Bloggen ist zwar eines der neuesten Gewerbe der Welt, dennoch fühlt man sich dabei irgendwie wie eine Bordsteinschreiberin.
  7. Es gibt Menschen, die mit Bloggen echtes Geld verdienen. Ich will das gar nicht. Mir ist der Druck, ständig was liefern zu müssen jetzt schon zu groß. Was, wenn ich krank bin? Was, wenn die Kinder krank sind? Was, wenn ich keine Ideen mehr habe? Was, wenn ich auf Urlaub bin? Aaaaahhhhhh!
  8. Irgendwo habe ich einmal gelesen (in einem wahrscheinlich sehr entbehrlichen Blog) vom Bloggen wird man einsam, fett und unattraktiv. Einsam bin ich jedenfalls nicht. Und selbstverliebt eben auch nicht: Deshalb kann ich über die anderen beiden Eigenschaften jetzt nichts schreiben.
  9. Du musst dir ständig neue Themen überlegen….wie zum Beispiel einen völlig entbehrlichen hunderttausendsten Jahresrückblick, den du dann halbherzig kreativ „Jahresblogblick“ nennst.

Ich habe meinen Blog sehr oft in den vergangenen neun Monaten aus Verzweiflung und Überforderung totgesagt. Und genau das ist wohl der Grund, warum er ewig leben wird.

Jedes einzelne Mal, wenn ich gedacht habe, jetzt wirklich, jetzt ziehe ich den Stecker, kam ein neuer Fan, der mich davon abgehalten hat. Und vielleicht bist genau du die Person, der Leser, der Fan, der meinem Blog dadurch das Leben gerettet hat. Danke euch!

Rappelkiste, Fummeltasche: Das allerbeste Geschenk für Babies.

Seid ihr noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für ein Baby? Was schenkt man denn so einem Zwergerl, das einfach nur die Welt erkunden will? Süßes Gewand hat es schon genug. Spielzeug wäre Geldverschwendung. Weil Kinder unter zwei Jahren Stofftieren und Spielzeugautos nur kurz Beachtung schenken, auf jeden Fall aber in den Mund nehmen, abschlecken und vielleicht sogar reinbeissen. Aber lange damit beschäftigen? Vergiss es.

Willst du einem U2-Soloplayer das allerbeste Geschenk der Welt machen? Dann schenke eine Rappelkiste oder Fummeltasche.

 

Rappelkiste:

kiste

Fummeltasche:

tasche

Achtung: Es muss nicht unbedingt eine Werkzeugkiste, oder eine Stofftasche sein. Ein bunt beklebter Karton tut es auch. Kinder machen da keine Unterschied.

Inhalt:

Holzstäbchen aus dem Waldlage9inhalt1inhalt2inhalt3heft

 

Dieses Geschenk (aller Geschenke) kostet nicht viel Geld. Nur ein bisschen Zeit und Mühe, gepaart mit viel Liebe für das Detail. Und es ist mehr wert als jedes Spielzeugauto.

Produktinfo: Verschafft Kind Vergnügen und lässt Eltern kurz durchatmen (mind. 5 min)

Warnhinweis: Bei Spielende droht jedoch ein kleiner Nervenkrieg. Wenn Eltern versuchen es einzuräumen, will Kind genau das wieder ausräumen.

Die Idee: ist nicht meine, sondern die der kreativen Oma unserer Söhne. Liebsten Dank an dieser Stelle. Wir haben es jetzt über Jahre hinweg getestet. Die beiden Probanden waren unglaublich zufrieden damit und haben das Produkt für „sehr gut“ befunden.

Einen schönen letzten Adventsonntag euch allen. Und vielleicht sogar viel Spaß beim Zusammenstellen einer Fummelkiste/Rappeltasche!