Archiv für den Monat: Juni 2014

Wir müssen es nur wollen, nicht können!

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Ich sehe meinem Sohn dabei zu, wie er Krabbeln lernt. Dabei ist „Lernen“ eigentlich der falsche Ausdruck. Er probiert es, er übt es, er will es. Niemand zeigt ihm, wie es geht. Niemand erklärt es ihm. Niemand macht es ihm vor. Niemand sagt, er muss es können. Und vor allem weiß er nicht, dass er es bald können wird. Und er tut es trotzdem, ohne Aussichten, ohne Garantie, auf Erfolg. Er ahnt nicht, dass er bald sogar auf seinen zwei kleinen Beinchen aufrecht gehen wird. Dass er bald Laufen, Rennen kann. Er versucht einfach, sich fortzubewegen und dabei gibt er nicht auf. Er ist unermüdlich in seinem Tun. Weil er es einfach tun will.

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Ich nehme mir daran jetzt ein Beispiel. Denn warum glaube ich eigentlich, dass immer alles sofort funktionieren muss? Warum denke ich so oft ans Aufgeben? Warum will ich so oft alles hinschmeissen? Warum setze ich mich selbst unter Druck? Setze mir Zeitlimits? Ich muss üben und lernen, wenn ich besser werden will, um irgendwann richtig gut zu werden. Das braucht eben Zeit. Geht es darum nicht im Leben? Denn Aufgeben liegt doch eigentlich gar nicht in der Natur des Menschen. Sonst würden wir alle unser Leben lang zappelnd am Rücken liegen. Wann fangen wir an aufzugeben? In der Schule? Beim Sport? Dann nämlich, wenn der Leistungsdruck beginnt. Wenn wir erkennen, es gibt Andere, die sind besser als wir. Wenn wir sehen, dass wir niemals so gut sein können, wie diese Anderen, selbst wenn wir uns noch so sehr anstrengen. Wir fangen an, zu übersehen, was wir selbst erreichen wollten. Dabei müssen wir uns doch gar nicht mit anderen messen.

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Babies und Kinder haben noch keinen Leistungsdruck. Zum Glück. Den sollten sie auch nicht haben. Sie wollen eben einfach alles können, das Krabbeln, Sitzen, Gehen, Laufen. Alleine um das Wollen geht es. Dabei sind sie auch ungeduldig. Werden wütend, wenn es nicht klappt. Diese Wut ist gut. Denn sie macht ehrgeizig. Sie stachelt an, es noch einmal, und noch einmal zu probieren.

Das werde ich jetzt auch tun. Egal wie lange es dauert. Egal, wie oft ich dabei hinfalle. Irgendwann werde ich es können und richtig gut darin sein. Im Schreiben.

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Ein großer Schritt für eine kleine Schriftstellerin

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Einige wissen es schon, alle anderen erfahren es genau jetzt: Ich habe meine erste Antwort von einem Verlag erhalten. Und zu meiner riesigen Freude und Erleichterung, ist es keine Absage. Ein kleiner deutscher Verlag hat das gesamte Manuskript von meinem Roman „Nenad- Ein Keine-Heimatroman“ angefordert, nachdem sie zwei Leseproben von mir erhalten haben. Mein Traum darf also weiter fliegen.

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Für mich ist das noch immer kein Grund ganz laut zu jubeln. Noch ist das Buch lange nicht verlegt. Es ist noch ein weiter Weg. Und solange ich nicht am Ziel bin, bleibe ich Pessimistin. Aber ab jetzt nicht mehr eine ganz so hoffnungslose.

Ich halte mich heute ganz kurz. Denn es gibt eine Menge zu tun: Ich muss jetzt ganz dringend zum Fluss gehen, und das abkühlen, was bis zum Hals in Arbeit steckt. Das Manuskript will noch fertig überarbeitet werden. Bis Ende Juli habe ich Zeit. Auf die Tasten, fertig, los und Platsch!

 

Alles über meine erfolgreiche Verlagssuche gibt es hier.